USA

29. Januar 2011

Warum reise ich eigentlich in das Land, von dem ich wohl die meisten negativen Vorurteile habe. Warum in den Winter, wo doch in Südamerika zurzeit Sommer herrscht. Warum das Land mit den schikanierendsten Einreisebestimmungen. Warum gerade in den Staat mit dem krassen Kalifornien-Akzent. Ja, warum nur. Um nicht nur immer von Vorurteile zu sprechen, sondern zu wissen von was ich spreche. Auch wenn hier Winter ist, Temperaturen sind eigentlich durchwegs angenehm. Das Visum kostete mich zwar nerven und einen Tag in Bern, doch schlussendlich sind es auf die 2 Monate gesehen nicht ein grosser Einsatz. Zum letzten warum kann ich eigentlich nicht viel sagen, ausser dass der Kalifornien-Akzent einfach cool ist. Kann man eigentlich mit der Schweiz vergleichen, der Walliser-Dialekt ist doch auch cool für uns Innerschweizer, oder nicht ;-) ?

Nach zwei Monaten Südamerika-Reise zusammen mit Lucia heisst es in Argentinien – genauer genommen in Buenos Aires von meiner geliebten Abschied nehmen. Die Reise für Lucia ist hier leider zu Ende und führt zurück nach Hause ins Herz der Schweiz. Meinerseits beginnt während des Abschieds von Lucia die zweite Hälfte meiner vier monatigen Abwesenheit. Für die nächsten acht Wochen werde ich in San Diego (La Jolla) einen fixen Wohnort haben und dort während dieser Zeit eine Englisch-Schule besuchen.

Nachdem ich die Grenze in die Staaten erfolgreich und ohne nennenswerte Probleme passiert habe heisst es sich mal mit der Südkalifornischen Sonne vertraut machen. Anfänglich machte ich mir noch die Mühe und ging mit dem ÖV zur Schule, doch nach einiger Zeit war mir dies irgendwie zu Mühsam und zu aufwendig. Denn wie so allgemein bekannt, ist so einiges nicht erreichbar nur mit dem Bus oder Zug. So mietete ich mir ein Auto für zwei Monate.

Die Schule nahm so ihren Lauf und ich lernte sehr schnell und einfach neue Leute kennen. Auch die Fluggebiete rund um San Diego wollte ich so schnell als möglich erkundschaften und befliegen. So gibt es direkt vor meiner Haustür (15 Minuten) die weltbekannten Torrey Pines, welche direkt am Meer Richtung Westen ausgerichtet sind. Dies sind ca. 100 Meter hohe Cliffs, welche beinahe senkrecht bis zum pazifischen Ozean runter gehen. Der Startplatz ist eine von Hand grün gehaltene Wiese wo sogar mit dem Delta top gelandet werden kann. Leider war der Dezember und der Januar nicht so windig wie ich erhoffte. Für ein paar Flüge reichte es aber alleweil noch.

Wer geht schon am 25. Dezember fliegen, ja klar doch, ist ja schliesslich ein freier Tag. Ich nutzte den schönen Tag um Horse Canyon im Osten Von San Diego zu befliegen. Da es hier fast bis gar keine öffentliche Transportmittel zum Startplatz gibt ist das fliegen halt viel mit wandern verbunden oder man hat eben einen 4WD. Glücklicherweise hatte ich vor meiner Abreise noch das Fly&hike Gurtzeug von Woody Valley besorgt und somit war der Marsch zum Startplatz dann nur halb so schlimm ;-) . Horse Canyon ist eine Kante entlang eines breiten Tales, wo nach Untergang der Sonne zum teil noch herrlich in der Abend-Gloss gesoart werden kann, auch im Winter zum Teil. Die anschliessenden Tage verbrachten wir im unglaublichen und so monströsen Las Vegas. Und nein, ich verprasste nicht mein ganzes Geld an den Tischen oder Automaten, viel lieber gönnten wir uns die ultimative Show vom Cirque du Soleil. Auf der Heimfahrt betrachteten wir noch die unglaubliche Schönheit des Death Valley. Und war es noch nicht gewusst hat, hier kann es auch mal so richtig Schneien. Die Strecke Las Vegas San Diego ist in weniger als 5 Stunden zu bewältigen, wir brauchten aufgrund des Schnees geschlagene 13.5 Stunden. Und dies wohlverstanden mit Sommerfinken, gibt ja auch nichts anderes hier ;-) .

Zurück in La Jolla heisst es wieder büffeln und so viel Englisch lernen wie möglich. Leider waren nur Flüge in der näheren Umgebung möglich. Die schlechteste Windrichtung ist Ostwind, da geht meistens keine der Fluggebiete. Herrscht dann aber mal Windstille oder leichter Nordwestwind, kann im Blossom Valley (Lakeside) von einem 300 Meter Hügel wunderbar geflogen werden. So durfte ich dort wieder einmal mehr ein paar sehr nette Amis kennenlernen, welche an den darauffolgenden Tagen sich noch an meinen Namen erinnerten ;) .

Das wohl schönste Fluggebiet sparten sich wohl die Einheimischen bis zum Schluss. Vor ein paar Tagen trafen wir uns am Rande der Wüste Richtung Osten. Julian (Apple-Pie) ist der nächst grössere nennenswerte Ort. Diese Gegend wurde vor ca. 4 Jahren komplett niedergebrannt und war die letzten 3 Jahre komplett schwarz und leer von jeglicher Vegetation. Jetzt kommt langsam wieder Leben und Grün zurück in die Gegend. Leider war an diesem Tag die Inversion so stark und das Wetter so stabil, dass es gerade mal für 15 Minuten Gleitflug in die Wüste reichte. Aber schon nur das Erlebnis von diesem Berg (Mt. Laguna) zu fliegen war für mich eine Einmalige Sache. Bei guten Verhältnissen fliegen die hier gut und gerne mal gegen die 100 Kilometer. Auch gibt es hier einen sauberen Deltastartplatz, fast noch sicherer als der Gleitschirmstart.

Ja, und jetzt geniesse ich hier noch meine letzten Tag auf dem nordamerikanischen Kontinent bevor es dann Ende Januar/Anfangs Februar wieder zurück in die Schweiz an die Arbeit geht.

Möchte jemand noch ausführliche Tips zu den diversen Startplätze, sehr gerne. Sind auch alle Delta tauglich. War zweimal mit Deltapiloten unterwegs, zum selber fliegen reichte die Zeit leider nicht aus. Auch waren die Verhältnisse etwas zu schwach.

Mein Fazit über das Land und Leute ist geteilt. Überall traf ich auf meist freundliche und sehr hilfsbereite Amerikaner. Vor allem welche mit mir das selbe Hobby teilten waren ausgesprochen zuvorkommend und boten Hilfe an. Es war überhaupt kein Problem mit Lokalen Piloten etwas zu unternehmen, im Gegenteil, ich bekam von allen Seiten her Infos, Telefonanrufe oder Emails. Hier wird übrigens alles über Twitter.com organisiert, geht wirklich am einfachsten und ist unkompliziert. Wo ich etwas Mühe habe, ist die Einstellung gegenüber dem Rest der Welt. Da entsprechen (leider) viele dem Klischee. Und natürlich die Autos, da komme ich mir mit meinem kleinen Suzuki (grösser als mein Micra) neben all diesen Pickups und SUV schon sehr sehr klein vor. Ja, Leib und Wohl soll ja besonders geschützt und Safety sein. Ja, das Wort Safety haben die Amerikaner wirklich erfunden. Es herrscht ein regelrechtes Wettrüsten was die Sicherheit im Land oder sogar ums Haus herum angeht. Mit der Angst wird hier ganz schön Kohle gemacht. Daneben ist der Zustand von gewissen Strassen zum Teil sehr schlecht – ich würde sogar behaupten zum Teil gleich schlecht oder schlechter als in Argentinien. Es kommt darauf an ob Free- oder Highway. Aber an den Strassen erkennt man wie gut es um den Staatshaushalt steht, also demnach nicht so wirklich gut. Und dies im angeblich reichsten Land der Welt, nach deren Meinung ;) . Ich werde die USA mit einem positiven Gefühl und ein paar bestätigten Klischees demnächst verlassen und in unsere angeblich heile Welt zurückkehren ;-)

Buenos Aires & Uruguay

03. Dezember 2010

Bilder Buenos Aires

Bilder Uruguay

Nein, wir haben euch zuhause nicht vergessen ;) . Doch Buenos Aires gibt soo viel zu tun und dann haben wir noch Petra, Vroni & Rafi getroffen, da wurde uns nie langweilig ;) . Auch machten wir noch einen Abstecher (3 Tage) nach Uruguay, was auch noch etwas stressig (aber schön) war. Vorallem Collonia del Sacramento sowie Punta del Este hat uns speziell gut gefallen. Montevideo war halt einfach eine südamerikanische Stadt, nichts besonders sehenswertes. Die letzten Tage in Buenos Aires bestanden hauptsächlich aus Shopping (souvenirs usw)… Dann gabs auch wieder ein herzliches Wiedersehen mit den 3 Seetaler-Frauen. Vroni kam von Mittelamerika und Raffi & Petra von der Schweiz her. Die 3 werden hier ihr Abenteuer beginnnen, viel Spass wünschen wir. Hoffe unsere Tipps waren nützlich. (Haben auch ein paar Tipps von euch weiter gegeben
Karin & Päde, eure Tipps waren auch immer sehr hilfreich, danke) Um den letzten Tag zu zweit nochmals so richtig geniessen zu können, haben wir uns noch ein spezielles Hostel (Casa) ausgesucht. Und zwar im Stadtteil San Telmo bei Brigit. Brigit ist schweizerin und betreibt in Buenos Aires ein wunderschönes Hostel. Wenn man da eintritt kommt es einem vor als betritt man eine Insel mitten im lärmigen und hektischen Verkehr. Und trotzdem bleibt der südamerikanische Charme erhalten, ein echter Geheimtip. Kam übrigens einmal in Einfach & Luxuriös auf SF.
www.casabrigit.com
Ja und dann heisst es Abschied nehmen, denn die Wege von Lucia und mir trennen sich hier für die nächsten 2 Monate. Lucia geht zurück in den Schnee und ich zurück auf die Schulbank nach San Diego. *heul* war ganz schön hart… Während ich hier in Toronto auf dem iPhone diesen Bericht schreibe ist wohl Lucia schon in Frankfurt oder irgendwo über dem Wasser. Miss you. Ich hoffe euch haben die Berichte gefallen und hoffe natürlich ihr verfolgt diese auch die nächsten 2 Monate weiter :) . Es war eine Hammer Reise und wunderschöne Länder. Bis bald… Lucia (in Vertretung) & Mario

Argentinien/Brasilien – Iguazu

29. November 2010

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So, lange nichts mehr geschrieben, mal schauen ob wir noch alles von Iguazu wissen :-)

Nach eine langen Fahrt und einem beschwerlichen Stop in Tucuman sind wir heil und gluecklich in Iguazu angekommen. Zwar noch etwas muede von der fast 20 Stunden Busfahrt quer durch Argentinien. Wie das gefuehlte Klima sowie Landschaftlich hat sich auf der Fahrt so einiges veraendert. Von einer Luftfeuchtigkeit in der Wueste bis zum Subtropischen Urwald, bei gleich bleibender Temperatur von ca. 30 Grad…

Das Highlight von unserem Aufenthalt in Iguazu ist natuerlich ganz klar das Hostel mit Swimingpool :) .

Eigentlich wollten wir am ersten (Checkin) Tag einfach wieder mal die Fuesse baumeln lassen und nichts tun – hatten wir auch wenns nach Lucia gegangen waere ;) . Doch die Wettervorhersagen sahen fuer die kommenden Tagen so schlecht aus, dass wir (ich) den schoenen Tag noch nutzen wollte. Somit besuchten wir als erstes mal die brasilianische Seite der Wasserfaelle um uns mal einen kompletten Ueberblick der Faellen zu verschaffen. Wirklich unglaublich diese tosenden Wassermassen, welche ueber 80 Meter in die Tiefe stuerzen.

Am zweiten Tag sollte es angeblich den ganzen Tag regenen und sogar gewittern :) . Doch zu allem erstaunen wars fast wolkenlos, also da liebe ich doch schon unsere SMA zuhause fuer die Vorhersagen. Die argentinische Seite ist um einiges groesser und fuehrt die Touristen (Massen von Touristen) sehr nahe an die Wasserfaelle heran, so dass man zum Teil auch nass wird (Kamera hats ueberlebt). Was es auch gibt hier bei den Iguazu Falls sind Schmetterlinge, hunderte von Schmetterlinge, welche vielfach fuer einen kleinen Rast auf den Leuten landen. So koennen diese gut und einfach fotografiert werden, natuerlich ein gefundenes Fressen fuer Lucia :) . Haben also nicht alle 100 Schmetterlingfotos aufs Web gestellt, nur eine KLEINE Auswahl :) . Nach einigen Kilometer Aussichtspunkte ablaufen und unzaehlige Wasserfaelle hatten wir wohl alle erdenklichen und moeglichen Ansichten vom Gebiet im Fotokasten…

Die naechsten zwei Tagen waren dann ausspannen und Beine hochlagern und dies bei schoenstem Wetter wohl verstanden, trotz Regen im Forecast :) .

Iguazu war wirklich die lange Reise Wert und koennen es jedem empfehlen. Wir empfehlen auch gleich beiden Seiten (Brasilien & Argentinien) zu betrachten, auch wenn der Parkeintritt etwas hoch ist. Die Natur praesentiert sich von seiner schoensten Seite.

Die Reise geht weiter, naechster Stop BA (Buenos Aires). Dann noch ein 3-Tages Abstecher nach Uruguay. (Da verfasse ich auch gleich jetzt diesen Text).

Bis bald…

Argentinien, Cafayate

24. November 2010

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Nach ein paar Tagen Stadt und Kultur heisst es schon wieder Abschied nehmen von dem so friedlichen Salta. Die Reise fuehrt uns weiter suedlich nach Cafayte, dem alternativ-Weingebiet neben Mendoza. Es soll angeblich viel gemuetlicher und angenehmer zu und her gehen als in der Weibfabrik Mendoza. Und wirklich, der Ort hat viel Charme und sauber ist er fuer argentinische Verhaeltnisse auch :) .

Unser Hostel “Rusty-K” konnten wir nach ein paar Minuten “umherwatscheln” mit Sackundpack dann finden und waren gleich total begeistert. Auch der Empfang vom Hostel-Leiter war ganz herzlich und zuvorkommend. Er zeigte uns gleich alle Sehenswuerdigkeiten und todos in der Town. Was eben dieses Hostel ausmachte war die kleine Groesse, die Sauberkeit und das Familiaere. Jeden Abend konnte man sich fuer ein BBQ (am grossen Tisch) einschreiben oder jeden Tag ab 15 Uhr gabs eine kleine Tour vom Hostel aus in die Berge. Waren total Fan von dieser Unterkunft, wirlich weiter zu empfehlen.

Ja und was haben wir sonst noch gemacht… Einen Tag wollten wir auf eigene Faust die Wasserfaelle vom Colorado River erkundschaften. Doch irgendwie ist es eben nicht ganz wie zu Hause, wo alles ausgeschildert und schon beschrieben ist, nein, nichts angeschrieben und zum Teil kaum sichtbare Wanderwege. Zum Glueck war es ein sehr enges Tal in dem es eigentlich nur zwei Hauptrichtungen gab und man sich so eingentlich nicht verlaufen konnte. Wir hatten einfach dadurch ein paar Stunden laenger als mit Guide, tja, aber auch so fanden wir zu den besagten Wasserfaellen.
Naja, so unglaublich waren diese nun auch wieder nicht, oder haben wir schlussendlich doch nicht die richtigen Faelle gesehen, wir wissen es nicht. Aber eigentlich egal, denn die Landschaft war so oder so sehr speziell und sehenswert.

Natuerlich darf bei einem Aufenthalt in Cafayate der Besuch auf einem der Weingueter nicht fehlen. So haben wir beschlossen das nahe gelegene und aelteste Weingut “ECHART” zu betrachten. Dazu mieteten wir einfach zwei Fahrraeder im Hostel und “bikten” mit dem Bike ohne Federung und kaum funktionierenden Bremsen an den Dorfrand. Zu unserem erstaunen war die ganze Tour (englisch & spanisch) inkl. Degustation am Schluss gratis. In Santiago bezahlten wir fuer eine minderwertige Tour ca. 20 CHF. Dabei haben wir die hier die bekannte Weisswein-Traube Torrontes getestet und ein paar Rotweine dazu, wirklich sehr gut diese Tropfen aus der Gengend Cafayate. Leider gibt es diese Weine nur in Spezialmaerkten (wenn ueberhaupt) in der Schweiz zu kaufen…

Ach ja und nicht zu vergessen, die Weinglace in der Ausfuehrung der Weisswein-Traube “Torrontes” und Rotwein-Traube “Cabernet”. Auch ein Muss waehrend dem Aufenthalt in Cafayate :)

Ja, und so heisst es wieder Abscheid nehmen von diesem so friedlichen und charmanten Ort in den Anden.

Naechste Station Iguazu (Brasilien & Argentinien).

Argentinien, Salta

24. November 2010

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Nach San Pedro ging es auf nach Salta wo wir zwei sehr warme und gemuetliche Tage verbringen durfen. Die alte indianische Ortsbezeichnung hiess “Aymaru Idiom”, was besonders huebsch bedeutet. Tatsaechlich hat die Stadt mit kolonianer Architektur sehr viel Charm und ist sauber und gepflegt. Wir sind auf den Hausberg Cerro San Bernardo gekraxelt und konnten so einen Ueberblick ueber die Stadt gewinnen.

Die Sehenswuerdigkeiten in der Stadt hatten wir recht schnell besichtigt, dazu gehoeren sicher die Inglesia San Francisco, der Plaza 9 de Julio und die Kathedrale . Eindruecklich war auch der Besuch im Mercado Central wo man ein riesen Angebot an Frischwaren, Kleidern und vielem mehr finden kann. Nach dem ganzen “Gewuehle” hat man dann gerne wieder etwas Ruhe.

Salta “la Linda”  kam uns wirklich sehr huebsch vor. Gerne wieder :-)

Bolivien, Salar Uyuni

15. November 2010

Eigentlich sollte man laut EDA nicht nach Bolivien reisen, es bestehe absolute Lebens- und Entfuehrungsgefahr. Waren aufgrund dessen schon ein wenig misstrauisch und wollten vorerst gar nicht nach Bolivien reisen, doch zum guten Glueck trifft man hi und da auch mal ein paar Leute (sehr viele…) welche total begeistert waren von Bolivien und vorallem von der Salzwueste Uyuni.

Also fassten wir allen Mut ;) und buchten eine Tour durch die Salzwueste nach Bolivien und wieder zurueck.

Moechte jetzt nicht mehr viele Worte verlieren, denn Bilder erzaehlen ja meistens mehr als Wort und sind meistens auch interessanter ;)

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… ach ja und Angst vor Entfuehrer oder sonstigen Dieben mussten wir selbst in Uyuni – welche die reinste Abfallhalde ist – ueberhaupt nie haben. Aber die Natur in diesem Land (das wenig was wir sahen) war unglaublich, irgendwie schade dass wir wieder zurueck nach Chile mussten.

Morgen gehts weiter nach Salta > Cafayate (Danke Karin & Paede fuer den Tip) und anschliessend nach Iguazu… bis bald.

Chile, San Pedro

15. November 2010

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Ja, dieses San Pedro ist schon sehr speziell. Es liegt eigentlich mitten in der Wueste und ist voll von Tourismus, eigentlich nichts schoenes. Und trotzdem ist die Atmosphaere im Zentrum sehr schoen und authentisch. Ist gibt auch sehr viele schoene Tours und Sehenswuerdigkeiten in der Gengend. Zum Beispiel machten wir vor unserer Uyuni-Tour einen Ausflug in das nahe gelegenen Vale Luna (Moon Valley), besuchten dort ein paar schoene Orte und geniessten den farbenfrohen Sonnenuntergang.

Von Puerto Madryn nach Cordoba bis San Pedro de Atacama

11. November 2010

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Nach der wunderschoenen Tierwelt in Puerto Madryn & Punta Tomba und wiedermal Busfahren angesagt. Wir haben ein 20-Stunden Ticket nach Cordoba, der zweit groessten Stadt Argentiniens.

Reisen mit dem Bus

Moechte hier mal was kleines zur ganzen Reiserei in Bussen niederschreiben. Zu Beginn haben wir den Fehler gemacht und hauptsaechlich Semi-Cama-Klasse gebucht, ehrlich gesagt auch des Preises wegen. Kurz gesagt gibt es hier so ca. 4 Klassen: Die unterste ist die Classico (wie bei uns), die naechst hoehere ist die Semi-Cama, anschliessend die Cama und zu guter letzt die 1er Class wo man die Sitze so zu sagen horizontal stellen kann. Inzwischen hat sich bei uns eingebuergert nur noch Cama zu buchen. Dort gibt es meistens noch Service mit Mittag-, Nacht- und Morgenessen, was uns natuerlich durch die lange Fahrten sehr entgegen kommt. Auch die Sitze lassen sich zu 80% Waagrecht stellen, was meistens auch ein paar Stunden Schlaf bedeutet. Der Preis ist fuer unsere Verhaeltnisse schon fast unglaublich. Da erhaelt man fuer eine fast 20-Stunden fahrt inkl. Essen/Trinken ein Ticket fuer ca. 100-120 CHF. Dabei werden auch diverse Filme (Hollywood meistens) gezeigt…

Cordoba

Obwoh Cordoba die zweitgroesste Stadt Argentiniens ist, sind die Sehenswuerdigkeiten schnell abgeklappert und im Fotokasten. Man sagt, dass die Stadt die besten erhaltenen Bauten der Kollonialzeit aufweist. Diese sind alle im Umkreis von maximal 30 Minuten zu Fuss gut erreichbar. Vorallem die Kathedrale und der davorliegende San Martin Platz hat uns wohl am meisten inspiriert und gefallen. Auch haben wir etwas wiederwillig noch einen Suedamerikanischen Zoo besucht und waren total erstaunt, wie gut es die Tier hier haben. Da gibt es in der Mitte des Zoos ein See mit min. 200 Meter Druchmesser wo sich Schildkroeten, Lemuren und andere nicht fliegende Wasservoegel beochten lassen. Da wir beide nicht so Fan sind von Zoos, haben wir uns vorgenommen kein Bilder zu machen.

Reise nach San Pedro

Am Abend ging die Reise schon wieder weiter ueber Juyui nach San Pedro de Atacama in Chile, wo wir jetzt gestern Abend angekommen sind und noch bis Morgen Freitag bleiben. Anschliessend haben wir ein 4-Tages-Tour zu der bekannten Salzwueste Uyuni von Bolivien (ca. 4000 Meter ueber Meer). Da werden wir wohl oder uebel keinen Kontakt zur Aussenwelt haben und somit den Internet-Blog erst in ca. 1 Woche hier online stellen :) Man hat uns gesagt, die Temperaturen in der Nacht seien bei ca. -15 Grad und am Tag zwischen 30 und 40 Grad plus… Haben sicher unsere Skijacken dabei :)

San Pedro ist ein echte Wuesten Stadt (oder Dorf) wo man so wirklich alles findet. Internet, WLAN, Bars, Restaurants, Tour-Companies usw… sehr touristisch aber irgendwie gefaellt es hier :) . Vorallem die Temperaturen sind wirklich schon sehr hoch, wohl gegen 40 Grad :) . Haben zum Glueck unsere Flipflops und 1 Paar kurze Hosen dabei…

Bis bald, gehen den Sonnenuntergang im Vale de Luna schauen und einen Piscosour trinken, prost :)

Argentinien, Delfine und Pinguine

07. November 2010

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Und weiter geht es mit “Im Reich der wilden Tiere”. Mit dem Bus ging es am Morgen frueh nach Rawson. Die Stadt hat uns nicht wirklich gefallen obwohl sie Hauptort von Chubut ist. Mit dem Boot ging es dort fuer gut eine Stunde aufs Meer hinaus.

Schon nach kurzer Fahrt waren sie da, die kleinen suessen Flipper mit dem Namen Dommerson-Delfin (Tonina). Unser Boot und auch ein anderes Tourenboot wurden staendig von mehreren Delfinen begleitet. Wir stellten fest, dass Fotos mit Delfinen zu knippsen gar nicht so einfach ist da diese sich blitzschnell bewegen. Gut fotografiert man heute digital.

Wir waren beeindruckt wie schnell und wendig diese Saeuger sind, die mit sichtlichem Vergnuegen vor und neben den Booten herschwammen. Die Erinnerung an Flipper kommt auf und man wuerde am liebsten mit so einem Tonina ins offene Meer hinausflitzen. Da die Wassertemperatur im Moment aber so kalt ist, liesen wir dies bleiben :-)

Nach kurzem Lunch ging es dann weiter per Bus nach Pta. Tomba, zur groessten Pinguin-Kolonie ìn Suedamerika. Hier befindet sich dìe weltweit groesste Magellan-Kolonie. Im Moment befinden sich dort ca. 400′000 Pinguine welche am Nestbauen, Brueten, Schlafen oder Herumirren sind. Die putzigen Tiere sehen, wenn sie in ihrem Nest liegen, etwas heruntergekaempft aus. Kein Wunder, sie sind nahezu 5′000 km von Brasilien her geschwommen, da kommt auch ein Phelps mit Gras nicht mehr mit. Jedes Jahr kommen die Magellans hier her, suchen wieder ihren Partner und auch wieder ihr altes Nest und ziehen die Jungen auf.

Auf einem 1.5 km langen Pfad konnten wir die Tierchen dann in Ruhe betrachten und auch fotografieren. Diese liesen sich nicht aus der Ruhe bringen und haben uns mehr oder weniger ignoriert. Auf dem Pfad hat der Magellan Vortritt, und streicheln sollte man sie auch nicht. Man hat uns gesagt, dass die Pinguine recht zupicken, wenn man ihnen zu nahe kommt. Dann halt kein Pingu-Souvenier :-)

Argentinien, Puerto Madryn

05. November 2010

Von Puerto Natales nach Puerto Madryn

Nachdem wir am letzten Abend in Natales (voraussichtlich nicht der letzte in Chile) zusammen mit Karin & Päde (welche wir vor ca. 3 Wochen in Pucon kennengelernt haben) uns ein feines Fischmenu mit mundigem Wein gegönnt haben, ging die lange Reise an die Ostküste von Natales über El Calafate, Rio Gallegos, Caleta Olivia bis nach Puerto Madryn. Endlose weiten, lange Wartezeiten am Busbahnhof machten die ueber 24-Stunden Reise etwas muehsam und langweilig… Dafuer wurden wir hier mit einer wunderbaren Tierwelt belohnt. Zwar hat man nach zwei gefuehrten Touren so ziemlich alle “must see” hier in der Gegend gemacht.

Whale watching auf Península Valdés

httpv://www.youtube.com/watch?v=ZfDuyM9qdZ0

Nach unzaehligen Bilder, Empfehlungen, Movies und Vorfreuden war es jetzt endlich soweit. Wir konnten die Halbinsel Peninsula mit all ihren wunderbaren Tieren, Weiten & Klippen erkundschaften. Der Tourbus kam schon um 7.45 uns vor dem Hotel abholen und fuehrte uns zum fast 150km entfernten Puerto Pirámides. Aufgrund eines missverstaendnis konnte unser Tourguide nur spanisch statt wie abgemacht auch englisch. Wir koennen uns zwar in spanisch einfach durchschlagen und verstaendigen, aber eine ganze Tour auf spanisch, Bahnhof :) . Der Wechsel in die Englisch-Gruppe ging dann ganz unkompliziert und improvisiert auf Suedamerikanisch… Wir wurden einfach einer anderen Firma angehaengt und konnte die Tour auf Englisch weiterfuehren. Dies ist das schoene hier, alle sind sehr hilfsbereit und um uns besorgt, wirklich eine super Metalitaet. Unser neuer Guide wusste zum Schluss sogar in welchem Hotel er uns ausliefern musste.

Zurueck zur Tour. Als erstes machten wir einen Ausflug in einem kleinen Schnellboot, welches uns raus zu den Wale brachte. Es war unglaublich, waehrend unser Boot an Ort und stelle parkierte umkreisten uns die riesen Viecher mit ihren Kaelber in einer Naehe von gerade mal 2-4 Meter, tauchten auf und die Kleinen riskierten schon mal einen Sprung aus dem Wasser. Wirklich sehr eindruecklich :) .

Nach dieser Bootsfahrt machte unser Tourbus noch zwei weitere Stopps entlang der Valdes-Kueste. Beim naechsten Aussichtspunkt konnten wir Sealions waehrend des Mittagsschlaefchen und beim letzten Stopp Pinguine aus naechster Naehe betrachten. Anschliessend war Schluss und der Bus machte Halt vor unserem Hostel, perfekt :) .

Morgen machen wir noch einen Auflug zur groessten Pinguine-Kolonie ausserhalb der Antarktis :) .

Unsere naechsten Reiseziele: Cordoba, San Pedro Atacama, Uyuni, Iguazu usw :)